Wenn Sie ein amtliches Schreiben wegen einer Zwangsvollstreckung erhalten, setzen Sie sich unverzüglich mit dem zuständigen Gerichtsvollzieher in Verbindung, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wenn Sie die Forderung bezahlen können, muss die Vollzahlung bis zum im Schreiben angegebenen Termin erfolgen. Bitte beachten Sie hierbei, dass eine Banküberweisung bis zu zwei Tage dauern kann.

Ratenzahlungen sind grundsätzlich mit dem zuständigen Gerichtsvollzieher abzustimmen.

Bei Fragen zur Herkunft der Forderung wenden Sie sich an den Gläubiger/Gläubigervertreter.

Wenn Sie den gerichtlichen Termin des Gerichtsvollziehers nicht wahrnehmen, müssen Sie auch die Konsequenzen hierfür tragen. Dieses können u.a. sein: Eintragung in das Schuldnerverzeichnis, Erlass eines Haftbefehls oder Erlass einer Durchsuchungsanordnung.

Haftbefehl

  • Im Falle eines Haftbefehls setzen Sie sich auf jeden Fall mit dem zuständigen Gerichtsvollzieher in Verbindung.

Räumungen

  • Der Gerichtsvollzieher wird die Räumung zu dem im Schreiben angekündigten Termin vollziehen. Diese kann notfalls auch durch eine Zwangsöffnung der Wohnung geschehen. Bei Nicht-Anwesenheit beim Räumungstermin entstehen somit für Sie zusätzliche Kosten, die vermeidbar sind. Der Gerichtsvollzieher ist nicht für Ihre weitere Unterbringung zuständig. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Ihre Gemeinde/Stadt. Bitte beachten Sie alle Hinweise in der Ladung zum Räumungstermin. Dort finden Sie u.a. auch Hinweise zum Räumungsschutz.

Vorläufiges Zahlungsverbot/Pfändungs- und Überweisungsbeschluss

  • Sollten Sie als Schuldner ein vorläufiges Zahlungsverbot oder einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erhalten, müssen Sie bei Einwendungen gegen die Pfändung das entsprechende Rechtsmittel beim zuständigen Amtsgericht einlegen.

Sonstige Zustellungen

  • Sonstige Zustellungen (z.B. Mahnbescheide) beachten Sie bitte die Rechtshinweise.

Schufa

  • Der Gerichtsvollzieher sendet keine Mitteilungen an die Schufa.

Pfändungsschutzkonto

  • Diese Kontoart kann für Sie sinnvoll sein, wenn Sie von Kontopfändungen betroffen sind. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Bank.

Düsseldorfer Tabelle

  • Die Düsseldorfer Tabelle gibt Auskunft über die Pfändungsfreigrenzen beim Schuldnereinkommen.

Drittschuldner

  • Falls Sie Drittschuldner sind, beachten Sie die Hinweise in den zugestellten Beschlüssen und wenden Sie sich bei Fragen an das zuständige Amtsgericht.

Insolvenz

  • Bezüglich eines Insolvenzverfahrens ( auch mit eventueller Restschuldbefreiung) müssen Sie sich an das zuständige Amtsgericht wenden.
  • Das Verbraucherinsolvenzverfahren bietet überschuldeten natürlichen Personen die Chance auf einen wirtschaftlichen Neuanfang. Wichtig ist, dass Schulden aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen, Bußgelder, Geldstrafen, pflichtwidrig nicht bezahlter Unterhalt sowie Schulden aus Steuerhinterziehung nicht erlassen werden können.

Versteigerungen

  • Eine Versteigerung von gepfändeten Gegenständen kann durch den Gerichtsvollzieher erfolgen oder über das Internet. Es sind auch andere Verwertungsmöglichkeiten möglich, die Sie jedoch im Einzelfall mit dem zuständigen Gerichtsvollzieher besprechen sollten. http://www.justiz-auktion.de/

Eintragungen in das Schuldnerverzeichnis oder Vermögensverzeichnis löschen